Mehr als 30 Jahre nach dem ersten Gesetz zur Regelung von Schwangerschaftabbrüchen hat die Regierung nun eine Reform zu diesem Gesetz vorgelegt, die leider alles andere als fortschrittlich ist.
Nachdem das Planning Familial Stellung bezogen hatte, zog das Cid-femmes nach und lud die Frauenorganisationen, Jugendsektionen der politischen Parteien sowie alle Interessierten, die für das Selbstbestimmungsrecht der Frauen eintreten, zu einem Konzertierungstreffen am 25. Februar ins Cid ein.
Diesem Aufruf waren über 40 Personen gefolgt und es wurde schnell klar, dass dieses Gesetzesprojekt keine wirkliche Verbesserung der aktuellen Situation darstellt. Es wurde ein Kollektiv "Si je veux - für das Selbstbestimungsrecht der Frau" gegründet. Als erste Aktion wurde eine Petition ausgearbeitet, die anlässlich des Internationalen Frauentags 2010 veröffentlicht wurde.
Ein Jahr später hat sich das Blatt gewendet: mittlerweile liegen Gutachten vom Staatsrat, der Menschenrechtskommission und Stellungnahmen politischer Parteien vor, die sich deutlich für das Selbstbestimmungsrecht der Frau, für eine Fristenlösung und gegen eine obligatorische zweite Beratung aussprechen.
