Wenn Luise Pop vom Aufbruch singen, bekommt das alte F-Wort endlich
den verdienten neuen Glanz. Es geht ums Unterwegs sein („Pirate Isle“,
„At The Gas Station“, „Run Away“), aber auch um die Bewegung des
Luise-Pop-Feminismus: Der eröffnende Song „Boys“ mit seinem schicken
Surfgitarrensolo erzählt heiter, schlau und zornig von einer nach wie
vor selbstverständlich von Jungs geprägten Öffentlichkeit
Die Multiinstrumentalistinnen Vera Kropf (Leadgesang, E-Gitarre,
Ukulele, Lap Steel Gitarre, Baritongitarre, Beats) und Lisa Berger
(Leadgesang, Keyboards, Glockenspiel, Beats) machen sich auf, die
Selbstverständlichkeit der Jungsherrschaft zu zerstören. Dazu singen
sie mit den Stimmen verrauchter Engel und melancholischer Lerchen.
Gemeinsam mit Andreas Spechtl, der hier Schlagzeug spielt, sind sie
eine Band, die schick und sexy ist, ohne Geschlechterstereotypen zu
bedienen. Sich nonchalant verneigend vor den Young Marble Giants, Sonic
Youth, Tuxedo Moon und Le Tigre, haben sie den Luise-Pop-Song erfunden.
(Auszug Label)
Leah Hayes ist in der Kunstszene ein sehr bekannter Name und auch
als Musikerin hat sie ihre Fußstapfen auf einigen Bühnen hinterlassen,
sowohl mit ihrer ehemaligen Band Satan's Fingers, als auch als
Solokünstlerin. Mit ihrer neuen Band Scary Mansion bringt sie nun ihr
erstes Album raus.
Den künstlerischen Hintergrund merkt man Scary Mansion durch ihre
Kreativität an. „Every Joke Is Half The Truth“ wechselt von ruhigem
Singer/Songwriter-Geplätscher zur dramatischen Rockballade. Bei einigen
Songs hört man im Hintergrund einen Thunderstick, ein Instrument der
Appalachen, das fast wie ein Banjo klingt. Die Sängerin Säuselt
unverständliche Worte daher, was teilweise ein interessanter Effekt
ist, teilweise aber auch einfach nur nerven kann. Ihre Stimme klingt
wie eine Mischung aus Shakira und Björk.
Im Gesamteindruck erinnert das Album an „Dummy“ von Portishead, vor
allem durch den ersten Song „Captain“ und „Unwise“. Trotz kleinerer
musikalischer Experimente und einer traurigen Grundstimmung bleibt das
Album poptauglich. Das ist vor allem Fans von Cat Power und Portishead
zu empfehlen. (Quelle: /www.crazewire.de) (CD P SCA)
Kleinteilig und elektrorockig gehen Battant an die Aufgabenstellung ran. Gitarren, Bass und das mal mehr, mal weniger verfremdete Schlagzeug gehen mit Glöckchen, Percussion und preisgünstigen Keyboards kurze Bündnisse ein, über die Chloé zackig ihre wortreichen Lyrics ausbreitet. Klingt immer ein wenig nach Proberaumkeller mit drapiertem Londoner Glamour. Aus dieser seltsam groovenden Platte rollt viel britische Postpunk-Attitüde, so mit endlosen Klinkerhausreihen und ewigem Wolkenhimmel. Wenn sie statt kunstvollem Anstrich mal einen zielstrebigen Rhythmus abrufen, zum Beispiel in "Radio Rod", klingt das kurzzeitig sogar wie ein gutes Update zu den aufgelösten Elastica. (Quelle: www.intro.de/)
Rose Kemp ist die Tochter der beiden Folkmusiker Maddy Prior und
Rick Kemp von der Band Steeleye Span, ist eine englische Sängerin und
Gitarristin. Sie lebt in Bristol und hat bislang drei Alben
veröffentlicht.
Kemp sang bereits als Kind mit der Band ihrer Elten auf Tournee und sang mit.
„Unholy Majesty“ ist weitaus (metal)rockiger ausgefallen als die Alben
zuvor. Die zehn Tracks werden von „Dirt Glow“ angeführt, welches sehr
schleppend mit hoher Gesangsstimme beginnt, um dann mit Violine und
harten Drums eine kurze Attacke zu fahren, es klingt bewusst
disharmonisch und aggressiv und neben Kemp gibt in den fünf Minuten
Spielzeit vor allem der Schlagzeuger alles, damit die bedrohliche
Atmosphäre erhalten bleibt.
(CD P KEM)
Nach dem exzellenten Debut-Album „Rettet die Wale“ legt die
Österreicherin Gustav nun ihr zweites Album vor. Die bekennende
Feministin hat sich mittlerweile einen Namen als „Retterin des
Protestsongs“ gemacht und wird dem auch auf diesem Album gerecht. Hier
ein Auszug aus einer Rezension von Von Angie Portmann auf br-online…
"Da werden Knochen freigelegt / und wenn du nicht kooperierst / dann werden sie abgesägt."
Eva Jantschitsch aka Gustav kennt kein Erbarmen. Mit schonungslosen
Sätzen wie diesen torpediert sie gesellschaftliche Gleichgültigkeit und
Globalisierung.
Das neue Album von Gustav "Verlass die Stadt" ist
keine Wohlfühl-Platte, eher ein getarnter Sprengsatz. Im ersten Moment
lassen wir uns vielleicht noch vom allgemeinen Schönklang, den
verspielten Laptop-Beats und dem Blasorchester der Trachtenkapelle
Dürnstein ("Alles renkt sich ein") täuschen, doch sehr schnell wird
klar: Hinter der melodiösen, harmonischen Fassade lauern vernichtende
Einsichten. Knallharte Systemkritik, hübsch verpackt in elegante Töne
und Worte.
Schon das Titelstück "Verlass die Stadt" zeigt: Eva Jantschitsch geht
es hier nicht um eine romantische Flucht in die ländliche Idylle oder
blinden Eskapismus, ihre Stadt ist konkreter. So hat sie diesen Song
begonnen mit Blick auf die Unruhen in den Pariser Banlieues. Als
Reaktion auf die Stadt und ihre Architektur, besonders die der
Sozialbauten, die ihrer Meinung nach etwas Menschenfeindliches an sich
haben. Die Stadt ist ihr Symbol für das System, in dem wir leben und
dem wir nicht entkommen können.…
Barbara Morgenstern ist bei Monika Enterprise, dem Label von Gudrun Gut unter Vertrag. Gudrun Gut ist Mitbegründerin der Einstürzenden Neubauten, hat an der Entstehung der Berliner Technoszene aktiv teilgenommen und unterstützt sehr viele Frauen der Elektro-Pop Szene wie beispielsweise die Cobra Killers oder Musikerinnen, die sie auf den exzellenten Compilations 4 Women No Cry bekannt macht.
Pressestimmen zu Barbara Morgenstern:
W. Zwack in Stereo 12 / 08: "Auf eigenwillige, faszinierende
und manchmal spröde Weise verbindet die Keyboarderin aus
Hagen Elektronik und Pop."
Unnötig zu betonen, dass wir die neue 4 Women No Cry ebenfalls in unseren Regalen für Sie bereit halten–
…Leilas Cut-ups transzendieren Endneunziger-Trip Hop
in giftgrün und violett leuchtende geistige Bilder. Ihre Hexenküche
bedient sich in London wie Teheran, wuchert vom Orient zum Balkan und
wächst von dort ganz Zauberbohne bis über die Wolkengrenze hinaus.
Das Exterieur weiß die gebürtige Iranerin ebenfalls konzeptionell auszukleiden. Vom Titel, der an den Grimm-Schlager Dornröschen erinnert, bis hin zu Pressefotos mit abstruser Beehive-Frisur präsentiert sie sich konsequent als Freundin des Leitmotivs Magie.
Unterdessen steigt Leila mit schöner Regelmäßigkeit auf den interstellaren Hexenbesen, um die ständig sprießenden Poptriebe per Soundflut (distorted Gitarren, Bassdrum-Stomps und Breakbeats in Tropfsteinhöhle, Geisterschloss und Dschungeldickicht) zu ertränken.… (Quelle: laut.de)
Es gibt sie noch, die echten Freaks unter all den vermeintlichen. In
diesem Fall zwei Brooklyner Mädels. Busy Gangnes: Strickjäckchen,
halblange Grundschul-Streberinnenfrisur. Gleich daneben Melissa
Livaudais: blasse Haut, schwarze Brille mit Gläsern wie Kuchenteller.
Diese beiden, die in der Highschool bestimmt nicht zur rosa
Cheerleader-Party-Clique gehörten, schleudern den viel zu coolen New
Yorkern nun ein "Dance Mother" (das "Fucker" erlag wegen
US-Kompatibilität der Selbstzensur) entgegen und programmieren die
Musik der nahen Zukunft. Auf Gegenseitigkeit beruhendes Fantum
bescherte ihnen als Produzenten den TV-On-The-Radio-Kopf David Sitek,
mit dem sie - fragt man nach Geschwisterklängen - musikalisch in einer
Abstammungslinie liegen. Als Gastsänger dabei sind Shannon Funchess von
!!! und Kyp Malone auch von TV On The Radio. Genreübergreifendes
Inspiration-Ausleben, das nicht nur geil poppig ist, sondern auch noch
den Faktor Spannung bedient. Eine postmoderne Mischung aus Software-
und Vintage-Instrumenten.
Verdammt fett unterlegt mit einem HipHop-Sub-Bass, der bei einer schön
prolligen Autoanlage den Bürgersteig ehrfurchtsvoll erbeben lässt.
Highlights auf dieser Frickelplatte ohne Gefrickel sind das
monoton-monumentale "Devil Trident" oder "Chromes On It", das permanent
zwischen süß-naiv und streetwise-frech schwenkt. Der Rest ist auch
super!
(Quelle: www.intro.de)
Pauline Boudry und Linda Wölfel sind Rhythm King And Her Friends. Das
queere Duo lebt und arbeitet in Berlin und ist bekannt für seinen
persönlichen Stil, Popmelodien mit gesampelten Beats zu mixen und in
unterschiedlichen Sprachen wie Englisch, Französisch und Bulgarisch zu
singen. Sie benutzen verschiedene Synthesizer, Sampler, Gitarre, Bass
und Xylophon sowie seit neuestem auch echte Drums, um ihrem urbanen
Kommentar zu Subkultur, Arbeit und Liebe einen speziellen musikalischen
Ausdruck zu verleihen. Ihr erstes Album »I am Disco« veröffentlichten
sie 2004 bei Kitty-Yo, gefolgt von einigen EPs und Remixes und
Konzerten in ganz Europa. »The front of luxury« ist der Titel ihres
neuen Albums. Die Stücke vereinen tanzbare Elektronik mit
experimentellen und Beatanklängen - Songwriting wurde diesmal
großgeschrieben, und das erklärt auch die Vergleiche zu Bands wie
»Stereolab« oder »Luscious Jackson«. RKAHFs Musik hat sich in eine
harmonische Mischung aus Elektronik und Gitarreneinsatz entwickelt.
Was bedeutet der Titel? »We are the front of luxury« - Luxus ist
woanders. Du kannst ihn nicht im Laden kaufen. RKAHF zitieren einen
Slogan der italienischen ArbeiterInnenbewegung der 70er Jahre. Der
Luxus, von dem damals die Rede war, meint die Möglichkeit, das eigene
Leben selbst zu gestalten. Es ist die Vision von einem Ort, wo es
möglich ist, neue Wege des Zusammenarbeitens, -lebens und -liebens zu
schaffen. Desire is working like a factory!
(Quelle: wolfsmutter.com)
Es tut sich was in der Frauen-Rapszene! Insbesondere in Deutschland gibt es immer mehr Frauen, die diesem doch sehr männerdominierte Genre ihren Stempel aufsetzen.
Allen voran
Die Münchenerin Nina Sonnenberg legt unter dem Namen Fiva nun schon
ihr drittes Album vor. Auf Rotwild rappt sie über ihre unbändige Liebe
zur Musik, sie singt über "Lila", die Farbe der unbefriedigten
Weiblichkeit oder sympathisiert mit dem Uncoolen: „Kleinkunst“ erzählt
die rührende Geschichte der Underdogs Hackbrett-Schorsch, Melody-Mandy
und Piano-Joe, die abends gemeinsam als Amateurmusiker auf der Bühne
stehen…
Übrigens: Auf br3 moderiert sie alle zwei Wochen die Sendung „Fiva’s Reim auf die Welt“. Im Podcast zu hören unter:
http://www.br-online.de/
Pyranja: Laut & LeiseAnja Käckenmeiste, 1978 in Rostock geboren, nennt sich Pyranja, weil "sie auch gerne mal zubeisst". Sie "zieht nur ihr Ding durch", hat mittlerweile ihre dritte CD veröffentlicht und zudem ein eigenes Label, Pyranja Records, gegründet.
CocoRosie est un groupe nord-américain de psyché folk formé en 2003, duo articulé autour des sœurs Bianca (« Coco ») et Sierra (« Rosie ») Casady, qui fabriquent une musique mêlant chant lyrique, gospel et pop lo-fi.

Le second album, Noah's Ark,
sorti en 2005, est réalisé avec la complicité d'amis talentueux de la
nouvelle scène indie-pop-rock. Ainsi, Antony Hegarty (du groupe Antony
and the Johnsons) fait une remarquable apparition sur le titre
Beautiful Boyz. On note aussi la présence de Devendra Banhart sur le
titre Brazilian Sun, nouveau leader d'un courant new-old-folk. S'y
ajoute une belle interprétation du rappeur français Spleen sur la
chanson Bisounours.
Avec la sortie en 2007 de leur troisième opus, The Adventures of Ghosthorse and Stillborn,
les sœurs Casady ouvrent leur univers à de nouvelles influences, à
savoir des rythmes teintés Hip-hop, où elles mettent dorénavant
davantage à contribution leur ami et beatboxer attitré, Tez. Un album
sous la forme d'un conte, où elles deviennent Bloody Twins, et qui
évoque aussi quelques aspects de la société contemporaine, comme le
titre "Japan", dans lequel les artistes, américaines d'origine,
soulignent la situation en Irak. Par ailleurs, lors de leur passage
dans la capitale française, au Grand Rex, le jour de la sortie de
l'album, l'hymne américain quelque peu éraillé était repris par toute
la troupe avant d'entamer "Rainbowarriors".
(source: http://fr.wikipedia.org/wiki/Cocorosie)
As lesbians who never reference their oppression or even their
sexuality, Tegan and Sara don't have men to lash out at, put up with or
gripe about. This may be why their uncommonly detailed love songs are
so short on drama - a riddle worth pondering, because their
keyboard-heavy, New Wave-ish music is also uncommonly catchy. When Sara
changes up a chorus with a melodically climactic "But I promise this/I
won't go my whole life/Telling you I don't need," or Tegan caps a verse
with a hook that goes, "All I need to hear is that you're not mine,"
your musical impulse is to empathize, if not identify. But the objects
of their romantic ambivalence remain distant - the focus is the
singer's feelings, examined rather than indulged. Tune seekers will
admire many of these songs - "The Con," "Nineteen," "Back in Your
Head," "Like O, Like H." But that doesn't mean they'll fully connect
with them.
(review in Rolling Stone)
(js) Sexy und gebildet, frivol und doch herzzerreißend, umschreibt die Plattenfirma Band und Musik. Leider haben sie sich im Sommer 2008 aufgelöst, nachdem der Gitarrist einen Schlaganfall erlitten hatte. In der Tat präsentierten The long blondes einen erfrischenden Gitarrenpop, resp. Glam-Punk, der an die 60er, 70er und auch 80er erinnert. Das erste Album "Someone to drive you home" bot war etwas indie-rock orientierter, das zweite, "Couples", hatte einen elektronischeren Einschlag. Bleibt noch zu erwähnen, dass in dem Quintett um dieglamouröse Frontfrau Kate Jackson noch die Bassistin Reenie Hollis und die Tastenfrau Emma Chaplin mitwirkten.