41. TAGUNG DER DEUTSCHSPRACHIGEN FRAUENINFORMATIONSEINRICHTUNGEN IN LUXEMBURG
Hier der Pressetext (November 2006)
Cid-femmes
41. Tagung der deutschsprachigen Frauen/ Lesbenarchive, -bibliotheken und –dokumentationsstellen in Luxemburg
Ende Oktober 2006 trafen sich zum ersten Mal in Luxemburg
Vertreterinnen von deutschsprachigen Fraueninformationseinrichtungen zu
ihrer jährlichen Fachtagung. Die feministischen Archivarinnen,
Bibliothekarinnen und Informationsvermittlerinnen aus fast
dreißig Einrichtungen in Deutschland, Österreich und Luxemburg sorgen
seit über zwanzig Jahren dafür, dass Frauen(bewegungs)geschichte – auch
die aktuelle - dokumentiert und die Ergebnisse der Frauen- und
Geschlechterforschung zugänglich gemacht werden.
Seit 1983 schon besteht ein Netzwerk, 1994 wurde der Dachverband i.d.a.
(informieren – dokumentieren – archivieren) gegründet
(www.ida-dachverband.de). Die dort vernetzten Einrichtungen bieten
Informationen nicht nur für StudentInnen und WissenschafterInnen
sondern auch für frauenpolitisch engagierte Menschen, und alle
Lesebegeisterten jeglichen Alters.
Die Podiumsdiskussion, die die Tagung eröffnete, thematisierte
Möglichkeiten, wie die einzelnen Institutionen zusammenarbeiten können,
um die Vielfalt der Informationen über Frauen, über
Geschlechtertheorien und Geschlechtergeschichte für die Öffentlichkeit
auffindbar und zugänglich zu machen. Es diskutierten – unter der
Moderation von Renée Wagener - Germaine Goetzinger (Direktorin
des Centre national de littérature), Monique Kieffer (Direktorin der
Nationalbibliothek) und Vertreterinnen der
Fraueninformationseinrichtungen: Cornelia Wenzel (Archivs der Deutschen
Frauenbewegung–Kassel), Margit Hauser (Stichwort – Archiv der Frauen-
und Lesbenbewegung–Wien) und Kathrin Eckhart (Cid-femmes-Luxemburg).
Am Abend besuchten die Teilnehmerinnen die ebenfalls vom Cid-femmes
organisierte Welturaufführung der Komposition „Blaues Labyrinth“ in
Mersch bei der auch Ministerin Marie-Josée Jacobs anwesend war. Sie
nutzte die Gelegenheit, sich mit Cornelia Wenzel und Sabine Balke,
beide Vorstandsfrauen von i.d.a., über die Arbeit des Dachverbandes
sowie die diesjährige internationale Fraueninformationskonferenz
Know-How in Mexiko–City auszutauschen. Hier diskutierten 500 Delegierte
aus 60 Ländern über die Verbesserung des Zugangs von Frauen zur
Informationsgesellschaft, dieses Jahr mit einem Schwerpunkt zur
Situation indigener Frauen.
Die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien war auch auf der Tagung ein wichtiges Thema:
Obwohl sie häufig mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen und viel
Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, haben die
Fraueninformationseinrichtungen schon früh die Herausforderung erkannt:
Sie ermöglichen es Interessierten in ihren Datenbanken zu recherchieren
und über Websites ihre Services in Anspruch zu nehmen.
Ganz aktuell diskutierten die Teilnehmerinnen wie sie sich mit eigenen
Beiträgen an dem neu entstehenden und frei zugänglichen
Web-Nachschlagewerk gender@wiki beteiligen können. Dieses
Online-Enzyklopädie wird vor allem Hintergrundinformationen und
Neuentwicklungen in der Gendertheorie dokumentieren.
Im kommenden Jahr wird die Fachtagung von belladonna, dem Bremer Frauenkultur- und Bildungszentrum, ausgerichtet werden.
Mehr über die Arbeit der Fraueninformationseinrichtungen erfahren Sie
unter www.ida-dachverband.de - für Deutschland und unter
zusätzlich www.frida.at - für Österreich speziell. Vor Ort finden
Sie das Frauendokumentationszentrum Cid-femmes in der rue Beck in
Luxemburg-Stadt und unter www.cid-femmes.lu..