Die
Gendertheorie
befasst sich mit der Fragestellung, wie es zu der Ausformung
verschiedener Geschlechtsidentitäten
kommt. Sie untersucht, wie
sich die Zuschreibung von Geschlecht und die Wahrnehmung von Körpern
gegenseitig beeinflussen und wie dieser Prozess in der Geschichte, in
verschiedenen Kulturen und Klassen unterschiedliche Geschlechtsbilder
produziert hat. Vergleichbar mit der Frauenforschung bedingt die
Gendertheorie neue Fragestellungen quer durch die geistes- und
naturwissenschaftlichen Disziplinen. Untersucht werden unter anderem
Körper- und Bildersprache, Literatur, Mode, Biologie und
Psychologie.
In Unterrubriken finden Sie kulturgeschichtliche
Untersuchungen zu Weiblichkeits- und Männlichkeitsbildern, zu
Androgynie, Travestie und Transsexualität.
Die Teilhabe von Frauen an den gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen, ihre Kämpfe um das Wahlrecht und die rechtliche Gleichstellung und ihr Einsatz für die Veränderung der politischen Inhalte stehen im Zentrum der Rubrik Politik. Wie kommen Frauen in die Politik? Welche Mechanismen schließen sie aus? Wie wirken Quoten und Sensibilisierung? Und in welchem Verhältnis stehen Frauenpolitik und Gender mainstreaming zu einander? Einzelne Werke beleuchten die Rolle von Frauen in den Parteien sowie deren frauenpolitische Forderungen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Frauen in rechten Parteien und Organisationen.
Das Thema Prostitution wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Neben theoretischen und kulturgeschichtlichen Werken, schildern Reportagen die Arbeitsbedingungen der Prostituierten und die Mentalitäten der Kunden. Fragen zur rechtlichen, sozialen und gesundheitlichen Situation der Prostituierten werden behandelt, ebenso die politischen Debatten im Spannungsfeld von Verbot und Legalisierung.