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IMPRESSUM
 
 

FéMINISME / FEMINISTISCHE THEORIE, GENDERDISKUSSION, POLITIK, FRAUENBEWEGUNG UND LESBENBEWEGUNG

 

In Bewegung bleiben. 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben
Gabriele Dennert, Christiane Leidinger, Franziska Rauchut. (Hrsg.)

In Bewegung bleiben (ke) Viel Bewegung zum Blättern und Forschen zwischen zwei Buchdeckeln: Ähnlich vielfältig wie die Lesbenbewegung(en) selbst, zeigt sich der 450 starke Band, der mit rund 100 Beiträgen Geschichte, Alltag, Kultur und politische Aktionsformen von lesbischen Frauen in Deutschland dokumentiert und analysiert. Einleitend beleuchten zwei historische Rückblicke die Zeit vom Kaiserreich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegsjahre. Ab den 70er Jahren geht es – aufgrund der immer größeren Materialfülle – in kleineren Schritten weiter: Der Band beschreibt das Verhältnis von Lesben- und Frauenbewegung, schildert mit vielen Photos, Flugblättern und O-Tönen das Anwachsen der Lesbenszene, die Bedeutung eigener Treffpunkte und lesbischer Publikationen sowie die Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Medien. Musik, Film, Literatur & Kunst, Liebe & Sexualität, Alltag, Politik & Theorie werden aus verschiedenen Perspektiven thematisiert und auch die heißen Eisen, wie Diskussionen um Gewalt, Rassismus und repressive Körperbilder werden nicht unter den Tisch gekehrt. Sichtbar wird eine ganz und gar nicht homogene Bewegung, reich an interessanten Frauen und kreativen Aktionsformen.
(Querverlag 2007, 456 Seiten)

 

100 Jahre Simone de Beauvoir

Re-lektüre ist angesagt. Im Cid-femmes finden Sie die Klassiker ebenso wie neue biographische und theoretische Analysen, beispielsweise

  • die umfangreiche und viel gelobte Biographie von Danièle Sallenave: Castor de Guerre. (Gallimard 2008, 601 Seiten)
  • die an Jugendliche gerichtete Biographie von Ingeborg Gleichauf: Sein wie keine andere. Simone de Beauvoir: Schriftstellerin und Philosophin. (dtv 2007, 300 Seiten)
  • die wieder aufgelegte und mit einer neuen Einleitung versehene Anthologie von Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir. Ein Lesebuch in Bildern. (Rowohlt 2007, 334 Seiten)
  • die anlässlich des 50 jährigen Jubiläums des Grundlagentextes von Ingrid Galster herausgegebene Analyse: Simone de Beauvoir: Le deuxième sexe“ (Honoré Champion 2004, 519 Seiten) für die Feministinnen wie Elisabeth Badinter, Geneviève Fraisse, Karin Hausen, Françoise Héritier und Margarete Mitscherlich Beiträge geschrieben haben.

Insgesamt stehen im Cid-femmes knapp 50 Bücher zum „Universum Beauvoir“.

 

Wiederentdeckt: Hedwig Dohm – Ausgewählte Texte

(cfr) „Die Antifeministen kann man einteilen in Altgläubige, Herrenrechtler, praktische Egoisten und Ritter der mater dolorosa“ sagt Hedwig Dohm (1831-1919)
Sie war eine scharfsinnige, rhetorisch brillante, hochkultivierte Feministin und Pazifistin, dazu Mutter von fünf Kindern und Großmutter von Katja Mann. Über ihren Mann Ernst Dohm hat sie wohlerzogen geschwiegen. Hedwig Dohm hat ihren festen Platz unter den Leitfiguren des deutschen Feminismus, doch war ihr umfangreiches essayistisches und literarisches Werk lang Zeit vergriffen. Zum Jubiläum ihres 175. Geburtstages hat nun der trafo Verlag eine kommentierte Edition ihres Gesamtwerkes begonnen. Natürlich sind die themengebundenen Kampfschriften (etwa zum Wahlrecht, zur Frauenarbeit, zum Recht auf Bildung) von vorwiegend historischem Interesse, doch überraschen Hedwig Dohms Texte immer wieder mit funkelnder Ironie und durchaus modern anmutenden präzisen Formulierungen. Auch als Rezensentin, Literatur- und Gesellschaftskritikerin pflegte sie einen geschliffenen polemischen Stil, der manchmal an die großen kritischen Feuilletonisten (Kraus, Kerr, Polgar) erinnert. Befremdend wirkt bei der Lektüre allerdings der ständige selbstverständliche Gebrauch des damals üblichen versachlichenden Sammelbegriffs „das Weib“. Hier zeigt sich wieder, dass es auch engagierten, klugen Menschen nicht immer gelingt, tradierte Sprach- und Denkmuster zu durchschauen – und die Notwendigkeit einer feministischen Sprachkritik.
(trafo 2006, 317 Seiten)


Futter für politische Debatten - Thema Prostitution – Mehr als 20 Neuanschaffungen

prostitution(ke) Aktuell zu den auch in Luxemburg geführten Diskussionen über neue Regelungen zur Prostitution haben wir mehr als zwanzig aktuelle Titel zum Thema angeschafft. Die Bücher beschreiben die Lebenssituation der Prostituierten, untersuchen das Profil der Klienten (Motivation, gesellschaftlicher Hintergrund, etc.). Sie behandeln die Arbeitsbedingungen und die rechtliche Situation in verschiedenen Ländern. Einzelne Titel richten das Augenmerk auf die besondere Funktion von Prostitution in Kriegszeiten und beleuchten aktuelle Entwicklungen des Frauenhandels. Schließlich werden verschiedene politische Strategien zum politischen Umgang mit Prostitution vorgestellt.